Die Jahresstatistik der

Deutschen Stiftung Organtransplantation 2018


 

 

 

                      Was bedeutet:

Dominotransplantation


Nach der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO):
Wird einem Patienten ein Organ, das versagt hat, entnommen und durch ein gespendetes Organ ersetzt, können noch gesunde Teile des entnommenen Organs (z.B. Herzklappen, Leberteile) einer weiteren Person transplantiert werden. Die Dominospende ist eine Sonderform der Lebendspende und muss die entsprechenden gesetzlichen Anforderungen erfüllen.

Leber
Eine spezielle Stoffwechseldysfunktion der Leber (Amyloidose) kann verschiedene innere Organe schädigen (Herz, Gastro-Intestinaltrakt sowie peripheres Nervensystem). Ein solcher Patient ist ein Kandidat für eine Lebertransplantation und kann gleichzeitig seine Leber spenden. Der Patient benötigt eine neue Leber, weil die Dysfunktion schon weitere Organe angegriffen hat und er sonst zu sterben droht. Mit der Leberübertragung ist der Defekt beseitigt. Seine Leber (mit dem Enzymdefekt) ist aber ansonsten funktionell und anatomisch in Ordnung. Diese Leber kann auf einen anderen Menschen übertragen werden, weil der zu erwartende Organbefall durch die Dysfunktion erst in 20 bis 30 Jahren zu erwarten ist. Ältere Patienten sind daher Kandidaten für eine solche Übertragung, wenn sie wegen des bestehenden Organmangels akut zu sterben drohen.

Herz-Lunge
Bei Lungentransplantationen kann es aus operationstechnischen Gründen nötig sein, Herz und Lunge einer Person gemeinsam zu transplantieren. Das dem Patienten entnommene, gesunde Herz kann einer weiteren Person gespendet werden.

(Quellen: DSO & Wikipedia)

Beim Blick auf regionalen Organspender-Zahlen zeigt sich, dass elf

der 16 Bundesländer einen Zuwachs verzeichnen (siehe

nachfolgende Grafik) - etwa Baden-Württemberg (von 95 auf 126),

Brandenburg (18 auf 27) oder Hamburg (24 auf 55).

Aktuell stehen in Deutschland noch immer rund 9400

Patienten auf den Wartelisten zur Organtransplantation.