Deutsche Stiftung Organtransplantation

                              (DSO)

 

Aufgaben und Ziele

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Sie ist die nach dem Transplantationsgesetz beauftragte Koordinierungsstelle für die postmortale Organspende in Deutschland.

Gemeinschaftsaufgabe Organspende

Die Organspende ist in Deutschland als Gemeinschaftsaufgabe definiert und auf die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten angewiesen. Die DSO sorgt für eine detaillierte Spendercharakterisierung und eine hohe Qualität der Spenderbetreuung, der Organentnahme und des Organtransports. So trägt sie zur Erfolgsaussicht und Sicherheit von Transplantationen bei.

Die Entnahmekrankenhäuser nehmen eine Schlüsselstellung ein, denn hier müssen im ersten Schritt mögliche Organspender erkannt und an die DSO gemeldet werden. Die DSO verantwortet als Koordinierungsstelle die Vorbereitung und Durchführung der postmortalen Organspenden. Ihre Aufgaben wurden durch einen Vertrag mit der Bundesärztekammer, dem GKV-Spitzenverband und der Deutschen Krankenhausgesellschaft festgelegt. Die Übertragung der Organe erfolgt in den bundesweit etwa 50 Transplantationszentren.

Die Stiftung Eurotransplant im niederländischen Leiden ist nach dem Transplantationsgesetz mit der Vermittlung der Organe beauftragt, die in den angeschlossenen Ländern gespendet werden. Eurotransplant registriert zudem alle Patienten der Mitgliedsländer, die auf ein Organ warten. Die Organvergabe erfolgt nach einheitlichen Kriterien, die vor allem die Dringlichkeit und Erfolgsaussicht berücksichtigen. Die Bundesärztekammer hat die Richtlinien für die Organvermittlung in Deutschland erlassen.

Die Arbeit der DSO unterstützen ein Bundesfachbeirat und optionale Regionale Fachbeiräte.

Struktur der DSO

Die DSO hat sieben Regionen in Deutschland gebildet, um die Organspende flächendeckend sicherzustellen und schnell in jedem Krankenhaus unterstützen zu können.

Regionen:

  • Nord

  • Nord- Ost

  • Ost

  • Bayern

  • Baden Würtemberg

  • Mitte

  • NordrheinWestfalen

 

Quelle: DSO

 

 

Bundesweiter Tag der Organspende am 2. Juni 2018 in Saarbrücken

Deutsche Stiftung Organtransplantation

Dienstag der 29. Mai 2018 - 11:00 Uhr

Frankfurt (ots) -

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wirbt für Organspendeausweis:

"Organspender sind Lebensretter"

 

Am 2. Juni, dem Tag der Organspende, dreht sich wieder alles um den kleinen

Ausweis, der Großes bewirken kann: Leben retten. In den letzten 55 Jahren

konnten allein in Deutschland insgesamt 132.386 Organe erfolgreich

transplantiert werden und so schwerkranken Patienten ein neues Leben

ermöglichen. "Organspender sind Lebensretter", bringt es

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf den Punkt. "Ein Ausweis stellt

sicher, dass die eigenen Wünsche umgesetzt werden: Klarheit in EC-Karten-

Größe", so der Bundesgesundheitsminister.

Immer mehr Menschen in Deutschland treffen diese selbstbestimmte

Entscheidung und haben einen Organspendeausweis ausgefüllt - aber es sind

längst noch nicht alle. Für die einen ist die Organspende gelebte Solidarität

und Nächstenliebe, für andere ist es eher eine Belastung, sich mit der eigenen

Endlichkeit auseinanderzusetzen. Für die einen bedeutet sie Tod und Trauer,

vielleicht auch Trost, für die anderen Hoffnung, Liebe und Dankbarkeit. Für die

einen ist es eine Herzensaufgabe voller Engagement, für die anderen mitunter

eine zusätzliche Last im Klinikalltag. "Kaum ein Thema löst so viele Emotionen

aus wie die Organspende", erklärt Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer

Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation. "Organspende ist ein

freiwilliges und selbstloses Geschenk, man kann Organspenden nicht

verordnen. Die Entscheidung dafür oder dagegen ist eine sehr persönliche

Entscheidung, die jeder zu Lebzeiten gut informiert und möglichst unbelastet

treffen sollte. Das bedeutet auch eine Erleichterung für die Angehörigen, die

ansonsten im Ernstfall entscheiden müssen. Jeder von uns kann in die

Situation geraten, selbst auf ein neues Organ angewiesen zu sein oder als

Organspender in Frage zu kommen", betont der Mediziner.

Seit nunmehr 36 Jahren ist der erste Samstag im Juni vor allem auch ein Tag

des Dankes gegenüber allen Organspendern und ihren Angehörigen.

Organempfänger in ganz Deutschland erinnern sich an den Tag ihrer

Transplantation. Sie danken dem unbekannten Spender für die geschenkten

Lebensjahre, für die Freude und die neue Lebensqualität, die sie dank der

Organspende erleben dürfen. Stefan Mroncz, stellvertretender Vorsitzender im

Bundesverband Niere e.V., und selbst am 2. Juni auf den Tag genau 15 Jahre

nierentransplantiert, wünscht sich mehr Anerkennung für Organspender und

deren Familien. "Eine offizielle gesellschaftliche Würdigung wäre ein Zeichen

der Wertschätzung für die Menschen, die selbstlos ihre Organe spenden -

einfach, weil sie anderen helfen wollen."

Gleichzeitig ist der Tag der Organspende ein Tag der Aufklärung und des

Anstoßes für jeden Einzelnen, sich mit der Organspende auseinanderzusetzen.

Für Ärzte und Pflegekräfte ist es eine Aufforderung, sich in den

Krankenhäusern dafür einzusetzen.

Am Tag der Organspende geht es um Aufklärung und es geht darum,

Vorurteile zu entkräften und persönliche Schicksale sprechen zu lassen. Die

Organspende hat viele Gesichter: Wartepatienten, Organempfänger und

Angehörige von Organspendern.
 

Die zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende kommt am 2. Juni 2018

nach Saarbrücken und steht unter der Schirmherrschaft des

Ministerpräsidenten des Saarlandes, Tobias Hans. Im Sinne des ureigenen

Mottos der Saarländer "Großes entsteht immer im Kleinen" hat das Saarland

im letzten Jahr mit 16,1 Spendern pro eine Million Einwohner eine der

höchsten Spenderraten erreicht. Der Bundesdurchschnitt lag bei 9,7. So kann

auch eine Kultur der Organspende nur in kleinen Schritten und in einem

gesamtgesellschaftlichen Konsens entstehen. Sie lässt das Darandenken und

die Frage nach einer Organspende am Lebensende zu einer

Selbstverständlichkeit werden.

 

Der Tag der Organspende beginnt mit einem ökumenischen Dankgottesdienst

in der Ludwigskirche. Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit,

Frauen und Familie des Saarlandes, und Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin

der Landeshauptstadt Saarbrücken, eröffnen das Bühnenprogramm mit

prominenten Künstlern wie Fools Garden, José Valdes, Claudia Jung und

Detlev Schönauer. Gespräche auf der Bühne mit ARD-Moderator Dennis Wilms,

aufmerksamkeitsstarke Präsentationen wie die "Geschenkten Lebensjahre",

begehbare Organmodelle und viele spannende Aktionen in den Themenzelten

runden das Informationsangebot ab.

Alle Infos zur zentralen Veranstaltung zum Tag der Organspende am 2. Juni

2018 in Saarbrücken

Der Tag der Organspende will beides: danken und aufklären. Mit Vorurteilen

aufräumen und ganz unmittelbar zeigen, wie viel Glück ein kleines Kreuz im

Organspendeausweis bewirken kann.

Schirmherrschaft: Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes Motto:

"Richtig. Wichtig. Lebenswichtig." Wo: Tbilisser Platz Wann: 10 bis 18 Uhr

Was: Ökumenischer Dankgottesdienst in der Ludwigskirche Bühnenprogramm

mit Musik und Gesprächen Info-Pavillons Aktionen Wer: Bundesverband der

Organtransplantierten e.V., Bundesverband Niere e.V., Lebertransplantierte

Deutschland e.V., Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutsche

Stiftung Organtransplantation, Deutsche Transplantationsgesellschaft.

Infotelefon Organspende

Alle, die noch Fragen zur Organspende und Transplantation haben, erhalten

auch am Samstag, den 2. Juni, von 9 Uhr bis 15 Uhr individuelle Antworten

über das Infotelefon Organspende unter der gebührenfreien Rufnummer

0800/90 40 400.

Das Infotelefon Organspende ist ansonsten von Montag bis Freitag zwischen 9

Uhr und 18 Uhr erreichbar. Ein qualifiziertes Team beantwortet Fragen zur

Organspende und Transplantation. Der Organspendeausweis sowie kostenlose

Informationsmaterialien können beim Infotelefon telefonisch oder per E-Mail

an infotelefon@organspende.de bestellt werden.

Pressekontakt: Tag der Organspende Saarbrücken c/o Deutsche Stiftung

Organtransplantation Birgit Blome, Bereichsleiterin Kommunikation Nadine

Körner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutschherrnufer 52, 60594

Frankfurt am Main Tel.: +49 69 677 328 9401, Fax: +49 69 677 328 9409,

Mobil: +49 170 5724503 E-Mail: birgit.blome@dso.de, presse@dso.de,

Internet: www.dso.de

 

 

Jahresbericht 2017 Organspende und Transplantation in Deutschland erschienen

Frankfurt am Main, 11. April 2018. In ihrem aktuellen Jahresbericht präsentiert die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) detaillierte Statistiken zur Entwicklung der Organspende und Transplantation in Deutschland. Einen Schwerpunkt bilden die Organspendeaktivitäten von Entnahmekrankenhäusern, aufgeteilt nach den sieben DSO-Regionen. Zudem informiert der Bericht über die Strukturen und Partner innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe Organspende. Auch die vielfältigen Serviceangebote der Koordinierungsstelle werden ausführlich vorgestellt. Die neue Farbgebung nach Organen sorgt für eine noch schnellere Orientierung in zahlreichen Grafiken. Insgesamt ist die Publikation farbenreicher und damit übersichtlicher geworden.

Die Statistiken zur Organspende beinhalten beispielsweise Erkenntnisse zur  Entscheidung bei der Organspende und zeigen die Bedeutung des Gesprächs mit den Angehörigen auf. Auch die Ergebnisse der organspendebezogenen Kontakte durch die Kliniken werden differenziert dargestellt. Ebenso informiert der Bericht über die Vermittlung der in Deutschland entnommenen Spenderorgane. Wie viele Organe wurden innerhalb der Entnahme-Region, innerhalb Deutschlands oder außerhalb Deutschlands transplantiert? Die Grafiken zur Transplantation sind nach Herz, Lunge, Niere, Leber, Pankreas und Dünndarm unterteilt. Es geht um die Indikationen und die Entwicklung der Warteliste im Vergleich zu den jeweils durchgeführten Übertragungen. In den Statistiken sind auch die Transplantationen nach Lebendspende erfasst.

 

Der DSO-Jahresbericht ist kostenlos zu bestellen über das Infotelefon Organspende per E-Mail unter infotelefon@organspende.de oder unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 90 40 400. Zudem steht die Publikation unter www.dso.de zum Download bereit.

 

Pressekontakt:

Birgit Blome, Bereichsleiterin Kommunikation

Nadine Körner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Deutsche Stiftung Organtransplantation

Deutschherrnufer 52, 60594 Frankfurt am Main

Tel.: +49 69 677 328 9400 oder -9411, Fax: +49 69 677 328 9409,

E-Mail: presse@dso.de, Internet: www.dso.de

Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an dso-newsletter@dso.de

Mit freundlichen Grüßen

Petra Schmidt

Absenderinformationen:

imap://hubert%2Eknicker@imap.web.de:993/fetch%3EUID%3E/INBOX%3E100027?part=1.1.2&filename=image001.gif
DEUTSCHE STIFTUNG
ORGANTRANSPLANTATION 

Petra Schmidt
Bereichsleitungssekretariat
Bereich Kommunikation
Hauptverwaltung
Deutschherrnufer 52
60594 Frankfurt am Main

Telefon:  

+49 69 677328 9401

PC-Fax:  

+49 69 677328 89401

Fax:  

+49 69 677328 9409

Mobil:  

 
   

E-Mail:  

petra.schmidt@dso.de

Internet:  

www.dso.de


Wir sind zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008

 

Der Hahresbericht 2017 ist unter folgenden Link einsehbar:

 

file:///C:/Users/huber/AppData/Local/Temp/PM%20Jahresbericht%202017_fin-1.pdf